HTML & Co.Die von Browsern interpretierten SprachenZur Darstellung einer (modernen) Webseite erhält der Browser Daten vom Webserver in zwei Kategorien:
Diese strikte Trennung von Inhalt und Darstellung gab es früher nicht, sie wurde vom W3C (World Wide Web Consortium) festgelegt und hat sich weitgehend durchgesetzt, um die zunehmende Vielfalt an Anzeigegeräten leichter bedienen zu können. Inhalte werden in einer der Auszeichnungssprachen HTML, XHTML oder XML verfasst, die Darstellung im Browser wird in der Praxis ausschließlich per CSS vorgegeben. Auszeichnungssprachen – Markup LanguagesBei dieser Art von Sprache wird in einem Textdokument gemäß den Regeln der Sprache Information über seine Struktur bzw. gewünschte Darstellung "eingestreut". So werden z.B. Listen, Absätze oder Überschriften als solche gekennzeichnet, aber auch externe Elemente angesprochen (Grafiken, Filme, Klänge usw.). Enthält die Sprache keine Anweisungen zur Darstellung, spricht man von "descriptive markup", da nur "was es ist" festgehalten wird, nicht aber "wie zeige ich es an". Die im Folgenden erwähnten Sprachen zeichnen ihr Markup mit "Tags" aus, wobei ein Tag ein Sprachelement in spitzen Klammern ist, mit optionalen Attributen:
1. HTMLHyperText Markup Language war die erste Sprache des Internets. Sie ermöglicht eine Mischung aus "descriptive markup" und "presentational markup" (Anweisungen zur Darstellung), und ist damit aus heutiger Sicht verpönt. Eine weitere Schwäche ist, dass sie nicht "wohlgeformt" ist, d.h. man muss nicht alle Auszeichnungselemente abschliessen (wie oben mit "</p>"), womit die Verschachtelung der enthaltenen Elemente nicht eindeutig sein muss. Daher kann man bei HTML zu Recht von einer "Tag-Suppe" sprechen, und die Browser müssen ihr Bestes tun, die Absicht zu erraten und irgend etwas Sinnvolles anzuzeigen. 2. XMLXML steht für Extensible Markup Language, eine erweiterbare Auszeichnungssprache. XML-Dokumente müssen wohlgeformt sein (eindeutig formuliert), und enthalten keinerlei Anweisungen zu ihrer Darstellung. Doch XML geht auch hierüber weit hinaus, denn auch die Sprachelemente (Tags) und ihre Semantik sind nicht allgemeingültig festgelegt, sondern können vom Benutzer in einem XML Schema selbst vorgegeben werden. Ein Schema könnte z.B. Vorgaben für Dokumente mit Kochrezepten enthalten, ein anderes für Teile in einem Lager. Aufgrund dieser Flexibilität geniesst XML immer mehr Einsatz in vielen Bereichen der heutigen Informatik, kann aber per se nicht für Internet-Seiten benutzt werden, da hierfür Menge und Semantik von Markup-Elementen fehlen. 3. XHTMLAls Antwort auf die oben erwähnte HTML-Misere wurde HTML nach den Regeln von XML neu formuliert, zu XHTML. Die Tags und ihre Semantik sind dabei fast gleich geblieben, unpassende Attribute (und einige unpassende Tags) wurden entfernt und die Schreibweise ist wohlgeformt. Diese Sprachvariante setzt sich zunehmend im heutigen Internet durch. Dynamik mit JavaScriptAuszeichnungssprachen beschreiben einen statischen Inhalt. Mit der von jedem Browser interpretierten Sprache JavaScript kann eine große Bandbreite an dynamischen Anpassungen der Inhalte bewerkstelligt werden, ohne die Seite erneut vom Webserver abrufen zu müssen. Mehr dazu finden Sie auf der Seite JavaScript. |
Darstellung mit CSSMit der Cascading Style Sheet Sprache können sämtliche Elemente eines Dokuments in einer Auszeichnungssprache gestaltet werden. Dabei können sowohl Position und Aussehen vorgegeben werden. Die Sprache kann in externen Dateien, im Kopf des Dokuments oder sogar inline, bei einzelnen Elementen, benutzt werden. Das Wort "Cascading" (Kaskade) deutet auf ein Vererbungsprinzip, wobei Elemente des Dokumentenbaums ihre "Styles" ihren Kindknoten vererben. Die Macht von CSS können Sie auf dieser Website unter Schema & Schrift live erleben. Verweise zu Websites über CSS finden Sie hier unter Web Links. Plugin- und serverseitige SprachenBei vielen Webseiten kommen weitere Sprachen zum Einsatz, die nicht vom Browser ausgeführt werden:
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