Domainname und IP-AdresseWas bedeutet Domain?Domain (Domäne, lat. Dominium – Herrschaftsbereich) bezeichnet im Internet einen zusammenhängenden Bereich des hierarchisch organisierten Namensraums, des Domain Name System (DNS). Dieser Namensraum ist baumartig gegliedert und wird in der Reihenfolge vom Blatt bis zur Wurzel notiert. Beispielsweise bedeutet "de.wikipedia.org" das Blatt "de" (deutscher Sprachraum) des Stammes "wikipedia" der Wurzel "org" (eine Organisation). Wer eine Domain hat, kann darunter Subdomains einrichten, z.B. "service.meinefirma.de". Moment mal – wo ist das "www." geblieben?Das "www." ist eine technisch gesehen überflüssige Konvention und wird meistens auch real nicht benötigt. Unsere Website ist primär unter "http://timreeves.de/" erreichbar, und zusätzlich – der Konvention zuliebe – unter "www.timreeves.de". Fazit: Es geht sowohl mit und ohne, nur bei "ohne" müssen sie "http://" selbst in die Browser Adresszeile eintippen, was die Browser bei "www." selbständig ergänzen. Domainname wählenWenn Sie in den Suchmaschinen für ein bestimmtes Produkt oder Dienstleistung eine gute Platzierung wünschen, dann soll dieser Begriff i.d.R. im Domainnamen enthalten sein, z.B. "biblische-reisen.de" für christliche Studienreisen. Eine Kombination des Begriffs mit dem Firmennamen oder -sitz ist oft sinnvoll (bzw. nötig, weil der Begriff alleine bereits vergeben ist), z.B. "hoefle-konstruktionen.de". HauptdomainDie "Top Level Domains" (TLDs) fallen in zwei Hauptgruppen: Die allgemeinen TLDs wie ".com", ".net", ".org" usw., die z.T. aus den ersten Tagen des Internets stammen und meist keinem Land (mehr) zugeordnet sind, sowie die länderspezifischen TLDs, die immer aus zwei Buchstaben bestehen wie ".de" für Deutschland und ".us" für die USA. Die Südsee-Inselgruppe Tuvalu hat die Rechte an ihre TLD ".tv" verkauft, die nun für Internetpräsenzen von Fernsehsendern zweckentfremdet wird. TLD wählenDies ist zwar für die Platzierung bei den Suchmaschinen unerheblich, sollte dennoch bewusst gewählt werden.
Ist mein Wunschdomain noch frei?Letztenendes erhalten Sie diese Information von dem NIC, der für die in Frage kommende TLD zuständig ist. NIC steht für Network Information Center, kurz Registry genannt. Für die allgemeinen TLDs sind diverse Firmen als Registry zuständig, für die länderspezifischen TLDs sind es jeweilige nationale Organisationen. Für Deutschland ist die DENIC zuständig: www.denic.de. In der Praxis bieten alle NICs Online-Schnittstellen zu ihren Daten, sowohl für Menschen (über ihre Websites) wie auch für Software-Programme über entsprechende Software-Dienste. Letzteres nutzen die großen Webhosting-Provider wie Strato, 1&1, Hosteurope und Co., um dem Besucher eine sehr einfache Schnittstelle zur Abfrage von Domainnamen anzubieten – unsichtbar im Hintergrund wird eine Abfrage bzgl. mehreren TLDs an die jeweils zuständigen Programm-Schnittstellen gerichtet, deren Antworten wieder zu einer Gesamtantwort für den Bediener gebündelt werden. Ein hervorragender und anbieter-unabhängiger (englischsprachiger) Service für alle TLDs bietet das "Universal Who Is". Was bedeutet TCP/IP?Die Buchstaben stehen für Transmission Control Protocol / Internet Protocol und bezeichnen zusammen das Netzwerkprotokoll, mit dem sämtliche Daten durch das Internet übertragen werden. Die dazu benutzte Hardware wird dabei offen gelassen. Die Daten werden immer in Paketen auf den Weg geschickt, wobei das "IP" Teil des Protokolls für die Weiterreichung der Pakete und Auswahl des Weges zuständig ist. Damit dies möglich ist, braucht jeder Rechner, der gerade ans Internet angeschlossen ist, eine eigene, einmalige "IP-Adresse". |
TCP/IP einfach erklärtMan kann sich die IP-Adresse wie ein Postfach vorstellen: diese werden durch Land, Stadt und Nummer eindeutig gekennzeichnet; das Pendant im Internet ist die IP-Adresse. Ein Postfach merkt nicht, wenn eine Sendung unterwegs verloren geht, und das IP-Protokoll auch nicht. Wenn Sie den Nachweis brauchen, dass eine Sendung angekommen ist, dann senden Sie sie per Einschreiben. Im Internet macht dies TCP (entspricht eigenhändig) bzw. UDP (entspricht etwa Einwurf). Wenn Sie einen normalen PC haben, und im Internet über einen ISP (Internet Service Provider) surfen, dann hat Ihr PC keine dauerhaft zugewiesene IP-Adresse, sondern ihm wird eine gerade freie Adresse vom ISP (aus seinem festen Bestand) für die Dauer der Sitzung zugeteilt. Domain <=> IP-AdresseJede Domain hingegen (jedes Blatt des DNS-Baums) muss eine eigene, dauerhafte IP-Adresse besitzen, denn über DNS muss der Name zu einer IP-Adresse aufgelöst werden können. Hierfür gibt es in aller Welt viele DNS-Server, das sind Rechner im Internet die den Zweck haben, genau diese Übersetzung von Namen in Adressen zu erledigen. Wenn Sie also in Ihrem Browser "www.xyz.de" eingeben, sendet der Browser als erstes eine Anfrage an einen DNS-Server, für diesen Namen die entsprechende IP-Adresse zu erhalten. Erst mit der IP-Adresse kann der Browser dann die Seiten der Website aus dem Internet abrufen. Reverse lookupHier wird in umgekehrter Richtung vorgegangen – Sie haben eine IP-Adresse und wollen wissen, welcher Domainname dafür registriert ist. Diese Auskunft – soweit überhaupt erhältlich – ist weitaus schwammiger als umgekehrt, denn viele Domains können sich eine IP-Adresse teilen, was auch der Fall ist bei den Webhosting-Paketen der großen Provider. In einem solchen Fall, wie auch bei IP-Adressen die von ISPs für den Internet-Zugang ihrer Kunden benutzt werden, erhalten Sie den Namen, unter den der Provider die Adresse angemeldet hat. Daran können Sie wahrscheinlich den Provider erkennen, aber nichts weiter. Eine eigene, exklusive IP-Adresse kann für das Ranking durch die Suchmaschinen von Vorteil sein, weil sie durch ein "reverse lookup" feststellen können, dass die Website eine eigene IP-Adresse besitzt, was sie vom Massenhosting abhebt. Im folgenden Formular können Sie für eine beliebige IP-Adresse ein "reverse lookup" durchführen lassen: |
