TV und Radio im Web

IPTV

(Internet Protocol Television) ist der Sammelbegriff für die Bereitstellung digitaler Video+Audio Inhalte via IP-basierten Computernetzen. Diese können auch z.B. Schulungsangebote in den Intranets von Großfirmen sein. Erfolgt die Übertragung über das Internet mit der Absicht, normale Benutzer (entgeltlich) zu erreichen, so spricht man von Internet-TV. Davon gibt es sowohl Live-Angebote (wie im hießigen Fernsehen), wie auch "VoD" Angebote – Video on Demand – wobei man Filme oder vergangene Fernsehsendungen zu einem beliebigen Zeitpunkt abrufen kann.

Benötigte Zugangsgeschwindigkeit: Theorie und Praxis klaffen hier auseinander, denn in Wikipedia liesst man über Datenraten von 2–6 MBit/s für SDTV, und 6–16 MBit/s für HDTV. Dieses Szenario ist auf "Set-Top Boxen" gemünzt, die Internet-TV auf den Fernseher bringen, ein Verfahren das sich jedoch (noch) nicht in der Praxis durchgesetzt hat. Dennoch gibt es bereits tausende von Internet-TV Sendern, die in Auflösungen von 320 x 240 bis 512 x 384 Pixel senden und eher direkt am PC angesehen werden. Technisch gesehen benötigen diese "Livestreams" Datenraten von ca. 200 - 550 kBit/s (Ausnahmen bis 2,5 MBit/s).

Die hierfür verwendeten Übertragungsformate sind größtenteils proprietär: RealPlayer war zuerst da (den es glücklicherweise für Windows und Mac gibt); inzwischen wird er vom Format Windows Media 9 verdrängt, welches nur von Microsoft Windows Media Player wiedergegeben wird (den es tatsächlich auch für MacOS gibt); ein paar wenige Sender bieten auch Flash 8 Streaming. Quicktime, der MediaPlayer von Apple, unterstützt keine dieser Streamingformate.

Als Übertragungsverfahren finden Unicast und Multicast Einsatz. Bei Unicast erhält jeder Zuschauer einen eigenen Datenstrom vom Server (was auch z.B. VoD ermöglicht); bei Multicast sendet der Server nur einen Livestream aus, an dem sich beliebig viele Zuschauer einklinken können, was von der Netzlast her deutlich effizienter ist als Unicast und der herkömmlichen Fernsehausstrahlung entspricht. Als Empfangsgeräte dienen PCs, UMTS-Handys, Set-Top Boxen (plus Fernseher) und sogar teils Spielkonsolen oder digitale Werbungsgeräte (Digital Signage).

 

Internet-Radio

auch e-Radio / Webradio genannt, bezeichnet die Bereitstellung einer Audio-Quelle über das Internet im Streaming-Verfahren, analog zum Hörfunk. Alle Benutzer eines bestimmten Angebots hören den gleichen Inhalt. Zur Übertragung kommen derzeit ca. 4 - 5 Protokolle zur Anwendung, die alle einen gewissen Qualitätsverlust beinhalten und eine Bandbreite von ca. 32 - 96 kBit/s benötigen (die meisten sind damit per Modem-Zugang benutzbar). In der Praxis werden in Deutschland hauptsächlich RealPlayer, Windows Media und MP3 Formate angeboten; archivierte Sendungen werden meist nur in RealPlayer-Format angeboten.

Die Sendervielfalt ist überraschend – von "Earthquake Radio" bis "Evangeliumsrundfunk" sind die Nischen schon besetzt. Neben den öffentlich-rechtlichen Sendern, die ihre tradionellen Hörfunk-Programme als Zweitnutzung ins Internet stellen, bieten private Sender örtlich oder inhaltlich ausgerichtete Sendungen.

Geschäftsmodelle: Viele Sender tragen ihre Kosten – Lizenzgebühren für Artisten eingeschlossen – aus Einnahmen für eingeblendete Werbung. Öffentlich-rechtliche Sender werden aus Gebühren finanziert und senden ohne Werbung.

Achtung: In Deutschland gilt ein PC mit Internet-Anschluss als Rundfunk-Empfänger und verpflichtet zu GEZ-Gebühren, sofern diese nicht bereits aufgrund eines herkömmlichen Radios anfallen.

<title>TV und Radio im Web - Tim Reeves Internet-Programmierung</title> <meta name= "description" content= "Fernsehen und Radio hören im Internet - Tim Reeves Internet-Programmierung" /> <meta name= "keywords" content= "IPTV, Zugangsgeschwindigkeit, Livestreams, Übertragungsverfahren" /> <meta name= "date" content= "2007-12-29" /> <?php include("../head.inc.php"); include("../navi.inc.php"); ?> <div class= "content"> <table cellpadding= "0" cellspacing= "0" class= "spalten"> <tr> <td class= "sp3"> <h1>TV und Radio im Web</h1> <h4>IPTV</h4> <p>(Internet Protocol Television) ist der Sammelbegriff für die Bereitstellung digitaler Video+Audio Inhalte via IP-basierten Computernetzen. Diese können auch z.B. Schulungsangebote in den Intranets von Großfirmen sein. Erfolgt die Übertragung über das Internet mit der Absicht, normale Benutzer (entgeltlich) zu erreichen, so spricht man von <b>Internet-TV</b>. Davon gibt es sowohl Live-Angebote (wie im hießigen Fernsehen), wie auch "VoD" Angebote &ndash; <a href= "film-fernsehserien.php" title= "Mehr über VoD auf dieser Website">Video on Demand</a> &ndash; wobei man Filme oder vergangene Fernsehsendungen zu einem beliebigen Zeitpunkt abrufen kann.</p> <p><b>Benötigte Zugangsgeschwindigkeit:</b> Theorie und Praxis klaffen hier auseinander, denn in Wikipedia liesst man über Datenraten von 2–6 MBit/s für <a href= "../wissen/internet-abkuerzungen.php#S" title= "Kurzerklärung von SDTV auf dieser Website">SDTV</a>, und 6–16 MBit/s für <a href= "../wissen/internet-abkuerzungen.php#H" title= "Kurzerklärung von HDTV auf dieser Website">HDTV</a>. Dieses Szenario ist auf "Set-Top Boxen" gemünzt, die Internet-TV auf den Fernseher bringen, ein Verfahren das sich jedoch (noch) nicht in der Praxis durchgesetzt hat. Dennoch gibt es bereits tausende von Internet-TV Sendern, die in Auflösungen von 320 x 240 bis 512 x 384 Pixel senden und eher direkt am PC angesehen werden. Technisch gesehen benötigen diese "Livestreams" Datenraten von ca. 200 - 550 kBit/s (Ausnahmen bis 2,5 MBit/s).</p>