Servus!Internet-TelefonieTelefoniert wird, im herkömmlichen Sinn, im Analog- und im ISDN-Verfahren über das Telefonnetz. Dieses Netz hat per se nichts mit dem Internet zu tun; außer dass man heutzutage mittels IP-Telefonie, auch VoIP (Voice over IP) genannt, auch über IP-basierte Computernetze "telefonieren" kann. Dies kann auf privaten IP-Netzen stattfinden, meistens wird jedoch das Internet gemeint. Um Teilnehmer in IP- und Telefon-Netzen miteinander telefonieren zu lassen bestehen Übergänge zwischen beiden Netzen, z.B. VoIP-Gateways. Vorteile der Internet-Telefonie bei Preis und Leistung gegenüber dem herkömmlichen Telefonnetz bewirken einen langsamen, gleitenden Übergang zu VoIP. Irgendwann (nicht in nächster Zeit) wird das gute alte Telefonnetz ganz verschwinden. Instant-MessagingInstant-Messaging bedeutet einfach die Übertragung von Nachrichten in Echtzeit. Dabei können die Nachrichten in Form von Text (Chat), Sprache (Telefonie) oder auch Live-Bilder (WebCam) sein. Ein Programm, das solche Verbindungen ermöglicht, heisst Instant Messenger (IM). Die führenden Vertreter dieser Gattung heissen ICQ (I seek you), Skype und Yahoo! Messenger. Wie üblich drängte Microsoft mit ihrem MSN Messenger, inzwischen Windows Live Messenger genannt, etwas spät auf den Markt und wird vermutlich mittels Bundeling (das Integrieren des Programms in Windows) versuchen, nachträglich die Konkurrenz zu verdrängen. Ein Problem mit diesen Diensten, neben der fraglichen Sicherheit und Gewährung der Privatspäre, ist dass sie proprietäre Protokolle für den Datenaustausch nutzen und damit untereinander inkompatibel sind. Wenn Sie z.B. mit Skype vorlieb genommen haben und nun einen Teilnehmer in ICQ kontaktieren wollen, bleibt als einzige Möglichkeit dass einer der Beteiligten sich zusätzlich im System des Anderen einklinkt. Inzwischen gibt es Internet-Standards für einen Teil der IM-Dienste, für den Chat und Dateiaustausch (XMPP) sowie für VoIP (SIP, SDP und RTP), die z.B. von den IM-Diensten Jabber und Google-Talk benutzt werden. |
VideotelefonieDie Verwendung von IM-Diensten bietet gegenüber herkömmlichem Telefonieren viele Vorteile, z.B. Konferenzen mit bis zu 10 Teilnehmern, Dateiaustausch, Hinterlegung von Text- und Audionachrichten für nicht eingeloggte Teilnehmer, Online-Spiele und vor allem Videotelefonie. Die von 1990 bis ca. 2000 angebotenen Bildtelefone, ein Telefon mit zusätzlichem Bildschirm, haben nie den Marktdurchbruch geschafft. Inzwischen braucht dafür jeder PC-Benutzer mit Breitbandanschluss lediglich sich ein Headset und Webcam zu besorgen und kann dann kostenlos mit den o.g. IM-Diensten Videotelefonie geniessen. Der Vorteil von VoIP gegenüber Videotelefonie ist dass, mit entsprechender Hardware, das Telefonieren auch bei ausgeschaltetem Rechner möglich ist. Daher ist zu vermuten, dass in Zukunft beide Systeme nebeneinander gedeihen werden. |

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